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	<title>OFF TIME blog &#187; Trekking</title>
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		<title>Himalaya Klassiker: der Annapurna Trek</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Aug 2010 18:56:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Standepetra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Trekking]]></category>

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		<description><![CDATA[
Von moritzboldt
Wer träumt nicht davon, die Gipfel des Himalaya einmal hautnah zu erleben? Für mich wurde dieser Traum in Form des berühmten Annapurna-Rundweges wahr. Auch wenn dieser Trek schon lange kein Geheimtipp mehr ist, hat er nichts von seiner Magie verloren.


Pünktlich um 7 Uhr steht der Minibus vor unserem Hotel in Pokhara. Nachdem wir zwei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm;">
<div id="attachment_232" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-232" title="Thorung Lah Pass auf 5450m" src="http://www.offtimeblog.de/wp-content/uploads/2010/08/Thorung-Lah-Pass-auf-5450m-300x225.jpg" alt="Der Thorung Lah Pass auf 545o ü. n. N" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Der Thorung Lah Pass auf 545o ü. n. N</p></div>
<p>Von moritzboldt</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Wer träumt nicht davon, die Gipfel des Himalaya einmal hautnah zu erleben? Für mich wurde dieser Traum in Form des berühmten Annapurna-Rundweges wahr. Auch wenn dieser Trek schon lange kein Geheimtipp mehr ist, hat er nichts von seiner Magie verloren.</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Pünktlich um 7 Uhr steht der Minibus vor unserem Hotel in Pokhara. Nachdem wir zwei Tage lang Träger, zahlreiche Ausrüstungsgegenstände sowie aktuelles Kartenmaterial  organisiert haben, bringt uns der schrottreife Minibus ins 3 Stunden entfernte Besisahar.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span id="more-231"></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Normalerweise dient dieses hektische und schmutzige Nest, wo  50 Euro für die Wandergenehmigung gezahlt werden müssen, als Startpunkt. Seit einigen Jahren versucht die nepalesische Regierung jedoch, auch abgelegene Bergdörfer an das Straßennetz anzuschließen. Aus diesem Grund ist es uns möglich, die ersten beiden Tagesetappen entlang einer wenig einladenden Schotterstraße gegen zwei höllische Stunden im Jeep einzutauschen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Der eigentliche Trek beginnt für uns erst am nächsten Tag, als wir aus dem kleinen Dorf Ngadi in Richtung  Chame aufbrechen. Wir haben die Straßen hinter uns gelassen und atmen die frische Bergluft. Der Pfad, den die Einheimischen schon seit Jahrhunderten zur Verbindung ihrer Dörfer pflegen, ermöglicht rasches Fortkommen. Wir haben Anfang April, also Hochsaison, und so treffen wir nicht nur auf Schafherden und Eselkarawanen, sondern immer wieder auch auf andere Wanderer. Nach 6 Stunden und 600 Höhenmetern erreichen wir unser erstes Etappenziel. Wie in allen Dörfern entlang des Rundweges, haben sich die Einheimischen hier längst auf den Tourismus eingestellt und nutzen ihn erfolgreich als Lebensgrundlage. So sind neben kleinen Kiosken, die Wasser, Snacks und Trekkingartikel anbieten, auch zahlreichen Gasthäuser entstanden.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<div id="attachment_233" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><img class="size-medium wp-image-233" title="Küche eines typischen Gasthauses" src="http://www.offtimeblog.de/wp-content/uploads/2010/08/Küche-eines-typischen-Gasthauses-225x300.jpg" alt="Küche eines typischen Gasthauses" width="225" height="300" /><p class="wp-caption-text">Küche eines typischen Gasthauses</p></div>
<p>Schnell werden das Wandern, der atemberaubende Blick auf die bis zu 8000 Meter hohen Gipfel und das ständige Tragen des Rucksacks zum Alltag. Tag für Tag steigen wir das weite Tal höher herauf und erreichen nach vier Tagesetappen schließlich Manang. Von weitem betrachtet scheint die Zeit hier seit Jahrhunderten stehen geblieben zu sein, doch im Inneren des bislang größten Ortes findet man zwischen den mit Yak-Dung zusammengemauerten Steinhütten auch zahlreiche „Hotels“. Das alles tut dem Charme des Ortes jedoch keinen Abbruch, und so legen wir hier einen Tag Pause ein, um uns an die auf 3500 Metern über dem Meeresspiegel schon merklich dünnere Luft zu gewöhnen.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Etwas erholt schnallen wir uns am Folgetag wieder die 15 Kilo schweren Rucksäcke auf. Angesichts der Lasten von bis zu 100 Kilo, die von einheimischen Trägern den Pass hinauf geschleppt werden, wagt es jedoch keiner, sich ernsthaft über das Gewicht zu beklagen. Wegen der drohenden Höhenkrankheit sollten ab einer Höhe von 3000 Metern nicht mehr als 500 Höhenmeter zwischen den Nachtlagern liegen. So dauert es weitere 2 Tage bis wir endlich das Basislager auf 4450 Metern erreichen. Trotz Tagestemperaturen von nur wenigen Grad über Null bleiben wir noch lange draußen, genießen die Sonne und das eindrucksvolle Panorama.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Nur mit einer Suppe im Magen verlassen wir morgens um 4 Uhr das Basislager und steigen keuchend dem Thorung La Pass entgegen. Bei Sonnenaufgang erreichen wir das Hochlager, auf 4900 Metern die letzte Chance auf Verpflegung und ein Bett. Trotz der wärmenden Sonnenstrahlen kommen wir nur sehr langsam voran. Das Gehen in Schnee und Höhenluft ist mühsam. Auf 5200 Metern treffen wir eine Gruppe, die versucht, den Helikopter-Abtransport einer zusammengebrochenen Wanderin zu organisieren.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Nach quälenden 7 Stunden Aufstieg erreichen wir schließlich den Pass auf 5450 Metern über dem Meer. Der Ausblick ist gigantisch und lässt die Schmerzen schnell vergessen. Zum Leidwesen der Knie folgen weitere 6 Stunden Abstieg bis nach Muktinath, wo wir um 17 Uhr endlich ein Gasthauszimmer beziehen können &#8211; hier gibt es dank Straßenanschluss wieder warmes Wasser, Bier und Fleisch.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<div id="attachment_234" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-234" title="Blick auf den Annapurna III" src="http://www.offtimeblog.de/wp-content/uploads/2010/08/Blick-auf-den-Annapurna-III-300x225.jpg" alt="Blick auf den Annapurna III" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Blick auf den Annapurna III</p></div>
<p>Für uns endet ein wunderbarer  Trekk mit dem Tagesmarsch nach Jomson, von wo aus uns eine kleine Propellermaschine für 50 USD nach Pokhara bringt. Andere komplettieren den Rundweg durch einen Teil des ABC-Treks.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">Auch wenn mittlerweile wohl ebenso viele Touristen wie Einheimische auf den Wegen des Annapurna-Massivs unterwegs sind, bleibt eine unvergessliche Zeit garantiert. Nicht nur die landschaftliche Schönheit, sondern auch die Freundlichkeit und oft traditionelle Lebensweise der Dorfbewohner haben großen Eindruck auf mich gemacht. Wer es ursprünglicher will, kann dies nördlich von Muktinath, im Königreich Nordmasgkan haben, das gegen ein stattliches Entgelt von 500 USD lediglich 100 Touristen pro Jahr die Durchreise genehmigt. Andere Treks, wie der Langtang oder Everest Basecamp- Trek verzeichnen noch größere Touristenzahlen. Von den zahlreichen Treks, die ich in Nepals Bergen unternommen habe,  kann ich jeden Einzelnen –  mit Ausnahme des <em>zu</em> überlaufenden und verschmutzten Everest-Basecamp-Treks – wärmstens empfehlen!</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Reiseinformationen</strong><br />
Schwierigkeit: Mittel<br />
Dauer: 10-20 Tage<br />
Ausgangsort: Besisahar &#8211; 3 Stunden Bus oder Minibus ab Pokhara (7 Stunden Bus / 45 Minuten Flug ab Kathmandu)<br />
Kosten: 15 Euro Tagesetat + 50 Euro Genehmigung + Anreise<br />
Sherpas: Träger (10 USD / Tag) und Führer (15 USD / Tag) lassen sich problemlos in Pokhara organisieren,  sind aber zum Finden des Weges nicht notwendig.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
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		<title>Wanderweg im Herzen Schwedens</title>
		<link>http://www.offtimeblog.de/wanderweg-im-herzen-schwedens/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Aug 2010 18:16:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Standepetra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Trekking]]></category>

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		<description><![CDATA[Ausgerüstet mit reichlich Proviant, einer Wanderkarte und viel Enthusiasmus beginne ich mein kleines Abenteuer am Bärenpark in Grönklitt, etwa 2 Busstunden von Mora und seinem Bahnhof entfernt. Die Anfahrt von Stockholm bis hierher verlief ohne Probleme und so bin ich zuversichtlich, dass ich auch die nächsten 5 Tage gut allein zurecht kommen werde. In bestimmten Abständen säumen den Weg kleine Hütten, ausgerüstet mit Feuerholz und immer in der Nähe von Wasser – so beschrieb es mir zumindest die Touristeninformation in Mora. Nun ja, ich werde es ja sehen...!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } --></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><strong> </strong></span></p>
<div id="attachment_219" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><strong><strong><img class="size-medium wp-image-219" title="Siljansleden" src="http://www.offtimeblog.de/wp-content/uploads/2010/08/Siljansleden-300x225.jpg" alt="Sonnenuntergang am einsamen Siljansleden See" width="300" height="225" /></strong></strong><p class="wp-caption-text">Sonnenuntergang am einsamen Siljansee</p></div>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Von Nadine Bresinsky</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Der Wanderweg Siljansleden umrundet mit etwa 340km Länge den Siljanssee in Schweden. Lang genug für mich, um ein paar Tage seinem Pfad durch die Einsamkeit zu folgen!</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong><br />
</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Ausgerüstet mit reichlich Proviant, einer Wanderkarte und viel Enthusiasmus beginne ich mein kleines Abenteuer am Bärenpark in Grönklitt, etwa 2 Busstunden von Mora und seinem Bahnhof entfernt. Die Anfahrt von Stockholm bis hierher verlief ohne Probleme und so bin ich zuversichtlich, dass ich auch die nächsten 5 Tage gut allein zurecht kommen werde. </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span id="more-217"></span><br />
</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">In bestimmten Abständen säumen den Weg kleine Hütten, ausgerüstet mit Feuerholz und immer in der Nähe von Wasser – so beschrieb es mir zumindest die Touristeninformation in Mora. Nun ja, ich werde es ja sehen&#8230;! </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Jetzt im Moment zeigt sich mir der Siljansleden auf jeden Fall freundlich, die Sonne scheint und die orangenen Wegmarkierungen sind gut zu finden. Schon nach wenigen Metern habe ich nichts anderes mehr um mich als die entspannte schwedische Natur. Alles bewegt sich im gleichen Rhythmus und ich fühle mich trotz meines schweren Rucksacks so richtig entspannt. Ein paar Apfel-Mahlzeiten später jedoch stellt sich mir das erste größere Hindernis in den Weg, d.h. eigentlich fließt es an mir vorbei. Ein breiter Fluss ist über seine Ufer getreten, für mich heißt das durchs Wasser waten und – nasse Schuhe! So ungefähr behalte ich die Richtung zur Brücke bei, während ich mich schwitzend an dichten Büschen vorbeischiebe. Doch dann ist es geschafft, Holzplanken bieten mir wieder festen Boden und ein lautes Freuden-Juhuu schenke ich dem tosenden Fluss unter mir. Ich bin hier ganz allein und das ist so spannend!</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><br />
</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Aber die Freude an dieser Spannung geht mir irgendwo zwischen der sonnigen Brücke und dem nächsten Wald verloren. Ich finde keine Wegmarkierungen mehr, immer häufiger ist der Pfad überschwemmt, die nassen Socken reiben mich wund. Der vorher als so lang empfundene Tag hat plötzlich nur noch ein paar Stunden, die Sonne verschwindet langsam. Erschöpft bin ich, das Alleinsein ist nun gar nicht mehr so toll&#8230; Wurzeln scheinen sich mir schelmisch in den Weg zu stellen, als ich doch endlich ein Häuschen zwischen den dunklen Bäumen entdecke. Das muss die erste Hütte sein! Eine Welle der Erleichterung überkommt mich beim Anblick des rauchenden Kamins, ich klopfe an die Tür und finde mich inmitten einer Gruppe von Pfadfindern wieder – aus Pforzheim! </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"> </span></p>
<div id="attachment_220" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-220" title="Siljansleden2" src="http://www.offtimeblog.de/wp-content/uploads/2010/08/Siljansleden2-300x225.jpg" alt="Selbstversorgerhütte" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Selbstversorgerhütte</p></div>
<p><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Das ist ein überraschtes Hallo und schnell stellen wir fest, dass wir den Siljansleden in die gleiche Richtung laufen. Soviel also vorerst zum Thema Einsamkeit in der Wildnis, aber richtig böse bin ich deswegen nicht. Die kommenden 2 Tage bilden wir eine nette Gruppe. Gemeinsam erklimmen wir verbrannte Abhänge, bauen Behelfsbrücken aus Ästen, erfreuen uns am Anblick schwedischer grüner Täler und teilen unsere Nudelvorräte. Der ein oder andere Unterricht im Holzhacken wird mir zuteil und Schwedens wunderbare Natur begleitet uns überall mit ihren dunkelgrünen, intensiv duftenden Wäldern und den bemoosten Felsbrocken, die noch aus der Eiszeit zu stammen scheinen. </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Doch dann trennen sich unsere Wege. Die Einsamkeit von Schwedens Wildnis hat mich wieder für sich, denn die Pfadfindergruppe muss zurück in die Zivilisation. So hüpfe ich nun also allein weiter über Bäche, klettere durch Dickicht, verfluche das Gewicht meines Rucksacks. Doch die Freude am Alleinsein überwiegt, wie eine Abenteurerin auf fremden Kontinenten fühle ich mich – auch wenn die Mücken nur allzu europäisch sind. Absolute Entspannung macht sich in mir breit und ungeniert genieße ich ein Bad im doch recht kalten Flusswasser. Nichts als Elchhinterlassenschaften und eingebildete Bären kreuzen meinen Weg und wie ein kleines Kind bewundere ich das abendliche Feuer, das ich ganz allein entfacht habe – hier in Schwedens Einsamkeit und in meinem Herzen.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">
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		<title>Spanien anders: Trekking in der Sierra Nevada</title>
		<link>http://www.offtimeblog.de/spanien-anders-trekking-in-der-sierra-nevada/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 19:19:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Standepetra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Trekking]]></category>
		<category><![CDATA[Bergsteigen]]></category>
		<category><![CDATA[Sierra Nevada]]></category>
		<category><![CDATA[Spanien]]></category>
		<category><![CDATA[Zelt]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Sierra Nevada ist ein vielen unbekannter, aber dennoch für jeden Anspruch sehr reizvoller Nationalpark in der Provinz Andalusien im Süden Spaniens. Seine bis in den Frühsommer hinein mit Schnee bedeckten Gipfel, die bis zu 3400m in den Himmel ragen, ziehen nur von Juni bis September Touristenscharen an. Der Park, für den es gute topografische Karten gibt, bietet sich seiner geringer Größe wegen auch ideal zum Verlassen der ausgewiesenen Pfade an.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_165" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-165" title="IMG_0364" src="http://www.offtimeblog.de/wp-content/uploads/2009/10/IMG_0364-300x225.jpg" alt="Querfeldein in Spaniens Bergen" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Querfeldein in Spaniens Bergen</p></div>
<p>Von moritzboldt</p>
<p>Die Sierra Nevada ist ein vielen unbekannter, aber dennoch für jeden Anspruch sehr reizvoller Nationalpark in der Provinz Andalusien im Süden Spaniens. Seine bis in den Frühsommer hinein mit Schnee bedeckten Gipfel, die bis zu 3400m in den Himmel ragen, ziehen nur von Juni bis September Touristenscharen an. Der Park, für den es gute topografische Karten gibt, bietet sich seiner geringer Größe wegen auch ideal zum Verlassen der ausgewiesenen Pfade an. Ein großes Problem jedoch &#8211; und das mussten wir schmerzlich erfahren &#8211; stellt ein akuter Wasserengpass in vielen Teilen des Parks dar.</p>
<p><span id="more-164"></span></p>
<p>Wir scheinen vom Pech verfolgt! Seit nunmehr zwei Stunden stehen Jonas und ich mitten in der Nacht an der dunklen Landstraße am Ortsausgang von Orgiva und halten wenig motiviert ein Schild, auf das „Trevèlez“ gekritzelt ist, in die Höhe. Dass wir überhaupt hier und nicht in unserem Zelt in den Bergen sind, verdanken wir der Schneegrenze, die, unüblich für Ende März, die Überquerung eines Bergrückens unmöglich gemacht hatte. Nach vier Tagen, die wir abseits aller Wanderpfade getrekkt waren, mussten wir auf 2500 Metern umkehren. Wir hatten so manche Nacht bitterlich gefroren und waren einmal nach übermütigem Obstlerkonsum fast eine steile Nordwand herabgestürzt. Dann erreichten wir wieder Granada, jene vibrierende, wunderschöne Studentenstadt, die uns schon vier Tage zuvor als Ausgangspunkt unseres Trekks gedient hatte. Und nun also hoffen wir, irgendwann den zweiten Teil unseres Trekkings in Trevèlez beginnen zu können<strong>.</strong></p>
<p>Endlich hält ein Auto. Der Fahrer bietet uns eine Mitfahrgelegenheit bis 4 km vor Trevèlez an. Pablo ist uns mit seiner herzlichen Art sofort sympathisch und so nehmen wir sein Angebot, sogar bei ihm zu übernachten, begeistert an. Nachdem wir sein Auto unter Zweigen am Straßenrand versteckt abgestellt haben, führt er uns durch die sternenklare Nacht 30 Minuten lang auf einem kaum auszumachenden Pfad zu seiner Hütte in den Bergen. Wenig später sitzen wir in seiner komplett selbstgebauten Steinhütte am lodernden Kamin. Wir verbringen einen unvergesslichen Abend mit Reisegeschichten und selbst gebranntem Kräuterschnaps.</p>
<div id="attachment_166" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-166" title="IMG_0511" src="http://www.offtimeblog.de/wp-content/uploads/2009/10/IMG_0511-300x225.jpg" alt="Pablos selbstgebaute Hütte" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Pablos selbstgebaute Hütte</p></div>
<p>Am nächsten Morgen verlassen wir nach einem ausführlichen Frühstück das Idyll. Schnell wird uns klar, dass das Querfeldeinwandern kein Kinderspiel werden wird. Wir müssen uns den Weg durch Dornengestrüpp bahnen, einen Fluss überqueren und mit dem beschwerlichen Anstieg von 600 auf 2600 Meter beginnen &#8211; mit 23 kg im Rucksack kein Spaß. Unser Plan ist es, weglos den Berghang bis zum Gipfel heraufzuklettern, anschließend den Gipfelkamm entlang zu wandern und schließlich zwei oder drei Tage später, wenn uns die Vorräte ausgehen, in das selbe Tal herabzusteigen.</p>
<p>Als wir uns mittags mit Serrano-Schinken und trockenem Weißbrot stärken, sind wir der ersten Katastrophe nur knapp entronnen. 200 Meter oberhalb des Flusses gab uns ein Bauer hektisch winkend zu verstehen, dass wir uns gerade auf der Weide seiner Zuchtstiere befänden. In Spanien sollte man eben doch ein wenig vorsichtiger beim Kreuzen von Rinderweiden sein.</p>
<p>Schritt für Schritt kämpfen wir uns den Berg hoch. Die knallende Sonne lässt uns bereits gegen Nachmittag alle Wasserreserven verbraucht haben. Nun stellen wir zum ersten Mal verbittert fest, dass die Sierra Nevada zwar Vieles zu bieten hat, nicht aber viele Flüsse und Bäche&#8230;</p>
<p>Zwei Tage später schmelzen wir vor unserem Zelt sitzend braunen Schnee für unsere Fertignudeln und gehen missmutig schlafen. Konnten wir am Vortag unsere Flaschen noch in einer Viehtränke auffüllen, so sind nun oberhalb der Baumgrenze weder Wasser noch Feuerholz zu finden. Das Wetter hat zugezogen und die Temperaturen sind auf weit unter Null gefallen. So fällt uns zumindest die Entscheidung, am vierten Tag den Rückweg anzutreten und damit abermals schon früher als geplant den Heimweg anzutreten, nicht besonders schwer. Wir steigen das steile Tal hinab und finden schließlich den offiziellen Wanderweg. Es tut gut, nicht mehr bei jedem zweiten Schritt auf dem wackeligen Geröll umzuknicken und alle 100 Meter anhalten zu müssen, um per GPS die Position zu bestimmen.</p>
<p>Schließlich, nach fünf anstrengenden und erlebnisreichen Tagen, erreichen wir das wunderschöne Bergdörfchen Trevèlez und erfreuen uns an einer warmen Dusche und gutem Essen im einzigen Hotel des Dorfes.</p>
<div id="attachment_168" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-168" title="IMG_0591" src="http://www.offtimeblog.de/wp-content/uploads/2009/10/IMG_0591-300x225.jpg" alt="Einsamkeit abseits der Wege" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Einsamkeit abseits der Wege</p></div>
<p><strong> <em>Kurzinfo: Trekking in der Sierra Nevada</em></strong></p>
<p><em>Trekks querfeldein mit Zelt, GPS, topografischen Karten, genug Wasser und ein wenig Erfahrung gut möglich. Auf den gekennzeichneten Wegen bringen einen mehrtägige Wanderungen und Tagestouren auf alle bekannten Gipfel des Parks. Die wenigen Hütten sind aber im Sommer überfüllt und außerhalb der Hochsaison meist geschlossen -&gt; Zelt mitbringen!</em></p>
<p><em>Anreise: Mit Air Berlin von 20 deutschen Städten nach Malaga. Dort per Bus in 2 Stunden nach Granada, von hier aus weiter zum Eingang des Parkes, z.B. mit dem Bus in 1 ½ Std. nach Trevèlez.</em></p>
<p><strong>Weiterführende Links:</strong></p>
<p>Wir haben nen spannenden Beitrag zu <a href="http://www.touring-afrika.de/aegypten/trekking-in-der-wueste-aegyptens.htm" target="_blank">Trekking in Ägypten</a> entdeckt</p>
<p><em><br />
</em></p>
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		</item>
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		<title>Von Kletterpartien und gefletschten Lefzen– unterwegs auf dem Lykischen Weg</title>
		<link>http://www.offtimeblog.de/von-kletterpartien-und-gefletschten-lefzen%e2%80%93-unterwegs-auf-dem-lykischen-weg/</link>
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		<pubDate>Sat, 03 Oct 2009 14:03:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Standepetra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Trekking]]></category>
		<category><![CDATA[Küstenweg]]></category>
		<category><![CDATA[lykischer Weg]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit der lykische Weg auf der türkischen Halbinsel zwischen Fethiye und Antalya zu einem der zehn schönsten Weitwanderwege der Welt gekürt wurde, erfreut er sich ständig wachsender Popularität. Auch ich kann mich seit März diesen Jahres der allgemeinen Begeisterung nur anschließen. Doch bei aller, vielleicht auch romantischen Leidenschaft für die wilde Einsamkeit und die Möglichkeit kultureller Entdeckungen – es wird mir doch zu wenig über die Herausforderungen berichtet, die am Rand dieses verschlungenen Pfades entlang der strahlend blauen Buchten des Mittelmeeres lauern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_138" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-138" title="CIMG8602" src="http://www.offtimeblog.de/wp-content/uploads/2009/10/CIMG8602-300x225.jpg" alt="Der lykische Weg - Einsamkeit und Natur pur" width="300" height="225" />Der Lykische Weg &#8211; Einsamkeit und Natur pur</dt>
</dl>
</div>
<p>Von einlassen</p>
<p>Seit der Lykische Weg auf der türkischen Halbinsel zwischen Fethiye und <a href="http://de.dodo.com/8529-Antalya" target="_blank">Antalya</a> zu einem der zehn schönsten Weitwanderwege der Welt gekürt wurde, erfreut er sich ständig wachsender Popularität. Auch ich kann mich seit März diesen Jahres der allgemeinen Begeisterung nur anschließen. Doch bei aller, vielleicht auch romantischer Leidenschaft für die wilde Einsamkeit und die Möglichkeit kultureller Entdeckungen – es wird mir doch zu wenig über die Herausforderungen berichtet, die am Rand dieses verschlungenen Pfades entlang der strahlend blauen Buchten des Mittelmeeres lauern.</p>
<p><span id="more-136"></span></p>
<p>Die einschlägige Literatur enthält zwar ein paar Hinweise über die Abgeschiedenheit einiger Abschnitte – insbesondere zwischen Kas und Finike sowie am Kap Gelidonia – aber dass ich bereits drei Stunden nach meinem Aufbruch in Kas durch die dornigen Sträucher irren würde, bloß um die rettende weiß-rote Markierung zu entdecken, hatte ich nicht erwartet. Wo war denn nun die überall gepriesene durchgehende Kennzeichnung? Ich verfluchte mehrmals meine naive Eingebung, außerhalb der touristischen Saison hier zu wandern, denn dann wird die Suche nach dem richtigen Pfad auch mit Kompass und Karte mitunter sehr schwer. Und Einheimische sind um diese Jahreszeit ebenfalls selten zu sehen. Aber o Wunder, es ging tatsächlich immer weiter.</p>
<p>Zu den Anforderungen des Lykischen Weges ist außerdem zu bemerken, dass ich ohne Übertreibung einige Stellen als ernsthafte Kletterei bezeichnen würde! Ich bin ein leidenschaftlicher Kletterer, doch fünfzig Meter über der tosenden Brandung auf einem schulterbreiten Band in die Steilwand hinein zu queren, mit 30 kg auf dem Rücken, bröckelndem Gestein unter den Bergschuhen, die Hände an einen Busch geklammert – das ließ mich doch nach einem Seil sehnen. Mit eiserner Ruhe und erheblicher Trittsicherheit ist das alles zu bewältigen, aber eine Warnung hätte meine Entscheidung zum Alleingang zweifellos beeinflusst.</p>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_139" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt" style="text-align: left;"><img class="size-medium wp-image-139" title="CIMG8633" src="http://www.offtimeblog.de/wp-content/uploads/2009/10/CIMG8633-300x225.jpg" alt="Typischer Küstenpfad - für trittsichere ein Genuß! " width="300" height="225" />Typischer Küstenpfad &#8211; für Trittsichere ein Genuss </dt>
</dl>
</div>
<p>Das bringt mich zu einem weiteren Aspekt dieses wirklich tollen Weges, der in der bekannten Lektüre sträflich vernachlässigt oder völlig ignoriert wird – die Existenz von gigantischen Hirtenhunden. Klar, die halb nomadische Lebensweise der Einheimischen mit ihren Ziegen und Rindern auf der lykischen Halbinsel lässt den Schluss zu, dass ihre Herden auch mit Hilfe meist großer Hunde zusammen gehalten werden. Niemand hat mich jedoch gewarnt, dass diese Hunde bewusst auf aggressive Abwehr von Gefahren trainiert sind! Wie macht man denen bitte den Unterschied zwischen friedlichen Wanderern und beispielsweise bösen Wildschweinen klar?</p>
<p>Glück hat, wer im freien Gelände auf einen frei laufenden Hund trifft und über das böse, tiefe Knurren hinweg einem Hirten ein sehr lautes, freundliches „Merhaba“ zurufen kann, in der Hoffnung, dieser nette Hirte rufe anschließend auch seinem Hund etwas Freundliches zu. Pech hatte ich im Dickicht, als plötzlich zwei Meter vor mir ein Bernhardiner grollend klar machte, hier sei er zuständig. Definitiv. Oder wenn nachts beim Kochen vor dem Zelt ein Mastiff mit gefletschten Zähnen zum Sprung ansetzte, auch gegen meine beruhigend geflüsterten türkischen Vokabeln. Irgendwo ist eben die Herde in Gefahr.</p>
<p>Ich bin nicht gebissen worden. Aber zweimal rettete mich nur die Flucht auf einen nahe gelegenen Baum, bis dem Hund auch ein Mensch folgte. Das kann nachts lange dauern. Langsames Gehen rückwärts half mir ebenfalls des öfteren, allerdings ist dann auch der weitere Weg versperrt. Viel defensive Geduld und robuste Nerven sind deshalb in den abgelegenen Teilen lebensnotwendig. So ein Hundebiss kann das Weiterkommen nämlich durchaus beeinträchtigen – kein schöner Gedanke, wenn man allein unterwegs ist.</p>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_140" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-medium wp-image-140" title="CIMG8555" src="http://www.offtimeblog.de/wp-content/uploads/2009/10/CIMG8555-300x225.jpg" alt="Keine Angst vor Kletterpartien!" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Keine Angst vor Kletterpartien!</p></div>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Kurzinfo Lykischer Weg</span></strong></p>
<p>Gesamtlänge: 509 km, zwischen Fethiye und Antalya entlang der Küste der Halbinsel Lykien in der südlichen Türkei</p>
<p>8 Etappen (nach Hennemann): nur Strecke zwischen Kas und Antalya</p>
<p>jede Etappe ca. 3-5 Tage, zum Teil sehr abgelegen</p>
<p>Anforderung: solide Outdoor-Erfahrung, Selbstversorgung, Trittsicherheit, Ausdauer, ein paar türkische Vokabeln</p>
<p>Wichtig: ausreichend Essen, Kocher + Brennstoff und Wasservorrat (ca. 4 Liter pro Person)</p>
<p>Anreise über Antalya, dann zum gewünschten Start bzw. Einstieg weiter mit dem Bus. Tipp: auf Verkehrsverbindungen am Ziel achten!</p>
<p>Übernachtung im Zelt oder in den Pensionen der Dörfer (ca. 60% der Strecke möglich) – Tipp: Saisonzeit berücksichtigen!</p>
<p>Literatur: Kate Clow, Terry Richardson: Der Lykische Pfad: Der Erste Fernwanderweg der Türkei, Upcountry 2005, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/0953921832">ISBN 0-9539218-3-2</a> Michael   Hennemann: Türkei: Lykischer Weg. Der Weg ist das Ziel., Stein (Conrad), 2. Auflage Welver 2009, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/9783866861718">ISBN 978-3-86686-171-8</a></p>
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		<title>Trekking ohne Bergführer: Tipps und Packliste</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Oct 2009 09:15:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Standepetra</dc:creator>
				<category><![CDATA[Trekking]]></category>
		<category><![CDATA[Ausrüstung]]></category>
		<category><![CDATA[Bergtouren]]></category>
		<category><![CDATA[Packliste]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>

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		<description><![CDATA[Meiner Meinung nach kann aber jeder, der erste Trekking- und Alpin-Erfahrungen gesammelt hat und entsprechend ausgerüstet ist,  einen drei- wie auch einen 14-tägigen Trekk problemlos alleine, ohne Führer unternehmen. Dies hat nicht nur den Vorteil der Kostenersparnis, sondern steigert den Abenteuerfaktor und das Freiheitsgefühl deutlich. Im Folgenden ist eine exemplarische Packliste für einen  viertägigen Sommertrekk im alpinen Hochland zu finden.

[Weiterlesen...] ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_124" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-124" title="Gut ausgerüstet in der Wildnis" src="http://www.offtimeblog.de/wp-content/uploads/2009/10/Gut-ausgerüstet-in-der-Wildnis-300x225.jpg" alt="Gut ausgerüstet in der Wildnis" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Gut ausgerüstet in der Wildnis</p></div>
<p>Von moritzboldt</p>
<p>Die Vorstellung, nach einem harten Tag des Wanderns am Lagerfeuer zu sitzen und über die Berggipfel in den endlosen Sternenhimmel zu schauen, bringt mehr und mehr Reisende dazu, auch selber einmal Trekken zu gehen. Viele engagieren hierfür teure Agenturen und Führer, die einem lästige Organisationsarbeit abnehmen und in den Bergen ein Gefühl der Sicherheit vermitteln können. Meiner Meinung nach kann aber jeder, der erste Trekking- und Alpin-Erfahrungen gesammelt hat und entsprechend ausgerüstet ist,  einen drei- wie auch einen 14-tägigen Trekk problemlos alleine, ohne Führer unternehmen. Dies hat nicht nur den Vorteil der Kostenersparnis, sondern steigert den Abenteuerfaktor und das Freiheitsgefühl deutlich.  Im Folgenden ist eine exemplarische Packliste für einen  viertägigen Sommertrekk im alpinen Hochland zu finden.</p>
<p><span id="more-123"></span></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Verpflegung:</span></strong><br />
Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, dass immer Notfallverpflegung in Form von nicht zu garendem  Essen (Schokolade, Wurst, Brot) für mindestens einen weiteren Tag im Gepäck ist. Die unten angegebenen Tagesrationen sind auf mich, einen 22 jährigen Mann, zugeschnitten und daher je nach Verbrauch und Anzahl der Tage in der Menge anzupassen.</p>
<p>- Frühstück: 100 &#8211; 150g Cornflakes und Milchpulver</p>
<p>- Mittagsessen: 150g Hartwurst / 100g Räucherschinken, Knäckebrot / Pumpernickel, 1 Tüte klare Fertigsuppe</p>
<p>- Abendessen: „Globetrotter Lunch“ oder billigere Version von Fertiggerichten von Knorr oder Maggi</p>
<p>- Wasserfilter oder Tropfen/Tabletten zum Purifizieren (z.B. Mikropur)</p>
<p>- mindestens 100g Schokolade, Nüsse, Riegel, Trockenobst. Extrem leicht und lecker sind Amaranth Riegel, gibt’s im Bio-Supermarkt</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Ausrüstung:</strong><br />
</span>Auch hier hat natürlich jeder seine eigenen Präferenzen, die sehr stark von Regenwahrscheinlichkeit, Wind und Temperaturschwankungen abhängen. Viele der aufgeführten Gegenstände können durch billigere ersetzt werden. Vor Sparsamkeit beim Kauf von Zelt, Regenjacke und Schuhen ist jedoch abzuraten. Insgesamt gilt: Jede 100 Gramm, die eingespart werden können, einsparen! Man muss nicht gleich den Stiel seiner Zahnbürste absägen, aber ab 18 Kg Gepäck macht das Wandern nicht mehr so richtig viel Spaß.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Kleidung:</span></strong><br />
Es sollte stets eine Ersatzmontur (Unterhose, Socken, Hose, Unterhemd) vor Nässe sicher im Rucksack verstaut mitgeführt werden, in die man, am Nachtlager angekommen, wechseln kann. Als Funktionswäsche empfehle ich persönlich Merino-Wäsche statt Plastiktextilien. T-Shirts und Unterhosen aus extrem fein gebürsteter Merinowolle stinken selbst nach einer Woche Tragen nicht und sind auch nass nicht kalt auf der Haut. Gibt’s von Icebraker.</p>
<p>- Wasserdichte, eingelaufene Wanderschuhe</p>
<p>- Trekkinghose (mit abtrennbaren Hosenbeinen)</p>
<p>- GoreTex (oder vergleichbare) Regenjacke</p>
<p>- Dicker Fleece (am besten Windstopper)</p>
<p>- Dünner Fleece oder Fleece Weste</p>
<p>- 2 Funktionsunterhemden oder ein Merino-Hemd</p>
<p>- 2 Boxershorts (mit flachem Gummiband, da diese sonst zu schmerzhaften Druckstellen vom Bauchgurt des Rucksacks führen können) oder eine Merino-Shorts</p>
<p>- Feinmaschige Socken</p>
<p>- Wollsocken</p>
<p>- Jogging Hose (für die Zeit am Camp)</p>
<p>- ggf. Gürtel (nicht Leder, kleine Schnalle)</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Sonstiges:</span></strong></p>
<p>- Rucksack (mindestens 70 Liter) mit gut sitzendem Hüftgurt ( 2/3 oberhalb des Hüftknochens). Das schwere Gepäck ins untere Drittel und dicht an den Rücken packen!</p>
<p>- Zelt (Ein großes Vorzelt bietet auch dem Rucksack Schutz vor Regen in der Nacht.) Leichtzelte um die 1,3 kg bieten keinen Platzluxus und sind teuer, aber man freut sich über sie bei jedem Schritt&#8230;</p>
<p>- Isomatte (Aufblasbare Thermarestmatten sind zwar bequemer, doch isolieren nur bis ca. -5 Grad, wenn die Wasserpartikel der Luft gefrieren, zuverlässig.)</p>
<p>- Schlafsack (Daune ist grundsätzlich teurer, dafür aber wärmer, trocknet aber schlechter als die üblichen Synthetikschlafsäcke. Wer einen Daunenschlafsack hat, sollte immer auch ein Seideninlet benutzen. Das wiegt fast nichts und hält den Schlafsack sauber, bringt außerdem ca. 2 °C Wärme. Bis zu einem Komfortbereich von – 5 Grad findet man relativ viele günstige Angebote für Synthetikschlafsäcke . Wer etwas Wärmeres benötigt, sollte auch Fleeceinlets in Betracht ziehen, die weitere 3-5 Grad bringen. Im Schlafsack dann unbedingt bis auf die Unterwäsche ausziehen, da zusätzlich angelegte Kleidung ein Aufheizen des Luftpolsters des Schlafsacks verhindert und daher kontraproduktiv wirkt.)</p>
<p>- Kocher und Kartusche (Zu empfehlen sind Modelle, die sowohl Gas, welches reiner und mit größerer Hitze brennt, als auch Benzin, das wiederum überall einfach zu beschaffen ist, als Treibstoff zulassen.)</p>
<p>- Kochgeschirr, Besteck, Tasse</p>
<p>- Topographische Landkarten (Am besten im Internet oder bei einem Touristeninformationszentrum vor Ort zu erhalten.)</p>
<p>- Regenschutz für den Rucksack (Alle Kleidungsstücke und Ausrüstungsgegenstände in Plastiktüten zu verstauen schafft Ordnung und schützt vor Nässe.)</p>
<p>- ggf. GPS (Für die essenziellen Funktionen reichen günstige Versionen ab 80€ aus.)</p>
<p>- Taschenmesser</p>
<p>- Ducktape, Schnur</p>
<p>- Erste-Hilfe-Kit</p>
<p>- 2 Feuerzeuge und Streichhölzer</p>
<p>- Stirnlampe</p>
<p>- Kosmetik, Sonnencreme</p>
<p>- Blasenpflaster</p>
<p>- Sonnenhut</p>
<p>- Mütze und Handschuhe im Gebirge immer, auch im Sommer!  Es kann jederzeit einen Wetterumschwung mit Schnee geben!</p>
<p>Wie oben erwähnt muss diese Packliste den individuellen Wünschen noch angepasst werden.  Des Weiteren macht es in vielen Regionen, wenn beispielweise eine angespannte Sicherheitslage vorherrscht, Minengefahr besteht oder einfach kein passendes Kartenmaterial zu bekommen ist,  natürlich Sinn einen Führer zu bezahlen. Wer zum ersten Mal einen Trekk allein ausprobieren möchte, dem kann ich die wunderschönen Nationalparks Haardangavidda, Rondane und Jotunheimen in Norwegen empfehlen. Sie sind allesamt leicht zugänglich, wildes Zelten ist sogar gesetzlich gestattet und man kann wunderbar zwischen Wanderweg und einer Querfeldein-Route wählen.</p>
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